Das erste und letzte Treffen habe ich noch in schmerzlicher Erinnerung. Es war im Jahre 2013 und ich wollte die AN-225 endlich mal live sehen. Das Wetter war nicht ideal und ich war viel zu aufgeregt um meine damalige kleine Cam wackelfrei zu führen. Das war alles noch zu verkraften! Als ich mich allerdings dann bei den Nahaufnahmen mit der Leiter an den Zaun beim Tor 71 stellte, ist ein übereifriger Sicherheitsmitarbeiter sofort auf Konfrontation gegangen. Er brüllte mich sofort an, dass ich vom Zaun weggehen sollte und drohte mit der Bundespolizei
Das Treffen war für 11:15 Uhr angesetzt. Google sagte knappe 4 Std. Fahrzeit voraus, aber bei so einem Ereignis baut man sich ja einen ordentlichen Zeitpuffer ein. Zeit genug, um auf dem Weg zu spekulieren, was da auf mich zu kommt. Wird sich dieses Event in meine persönlichen Highlights der letzten knapp 25 Jahre als "Avgeek" einreihen? Tatsächlich habe ich oft das Glück gehabt, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und die richtigen Leute kennen gelernt zu haben. Dadurch habe ich eine Reihe einmaliger Erlebnisse gehabt, die zum Teil schwer zu toppen sind. Ich war auf jeden Fall gespannt. Überpünktlich kam ich am Tor 71 am Frachtzentrum am LEJ an. Nach einer einstündigen Wartezeit versammelten sich langsam eine handvoll Spotter. Nach der ersten Kontaktaufnahme stand fest, dass 5 der 10 Auserwählten aus Leipzig und Umgebung kamen, es waren aber auch zwei Kollegen aus Belgien dabei und diverse Leute von der Presse. Richtige "Hardcore"-Spotter waren wir maximal 3-4. Somit waren wir insgesamt in einer Gruppe von ca. 30-35 Leuten, die nach der erfolgten SiKo in einen Bus stiegen.
Ich hatte mich entschieden, neben der Videokamera auch eine Bridgekamera mitzunehmen. Das Hauptaugenmerk lag aber natürlich beim Filmen. Immer wenn ich zwischendurch mal Zeit hatte, habe ich aber versucht so viel wie möglich zu fotografieren. Letztendlich ist ein Sammelsorium von Fotos von der Bridgekamera und von zwei verschiedenen Handys entstanden. Da ich von Fotobearbeitung nicht den wirklichen Plan habe, habe ich die Fotos nach bestem Wissen und Gewissen bearbeitet.
Der erste Schnappschuss wurde von Weitem gemacht.

Und auch in Leipzig scheint es einen "Lars" zu geben.

Nun ging es los und wir fuhren zum Objekt der Begierde. Was dann folgte, glich fast schon einem guten Theatherstück; und es war auch so lang, wie ein gutes Theatherstück inklusive Pause. Wir hatten tatsächlich satte 2 1/2 Stunden Zeit, um mit der Mrija per Du zu sein! Erstmal wurde uns vorgeführt, wie die Rampe ausgefahren wird. Dafür muss erstmal die APU angeschaltet werden, wirklich beeindruckend!


Als wir dann den Frachtraum betraten, war ich etwas erstaunt. Es waren Tische mit Hussen aufgebaut, es gab später auch etwas zu Essen und zu Trinken.

Der sichtlich aufgeregte PR-Manager hielt eine ziemlich lange Rede und erklärte was die Mrija so Besonders macht.

Es war eine Mischung zwischen Werbeveranstaltung und Präsentation des Flugzeugs per Powerpoint.

Die Crew stand geduldig dort und strahlte einen wahnsinnigen Stolz aus

Gefühlt endete die Präsentation nicht und es juckte in den Fingern. Also habe ich mich mal ein bisschen umgeschaut







Die Präse war immernoch im Gange, also bin ich mal leise rausgeschlichen. Nach einem kurzen Gespräch mit einem Sicherheitsmitarbeiter traute ich meinen Ohren nicht: Ich durfte mich völlig frei auf dem Vorfeld um das Flugzeug herum bewegen!!! "Bitte nur immer einen Meter Sicherheitsabstand zu den Triebwerken einhalten" - Öhm, ja nee, is klar, das kriegen wir hin!











Die Präsentation war in der Zwischenzeit vorbei und man durfte ins "Upper Deck" hinaufsteigen! Ein weiteres Highlight!

Dieses Bild hätte ich mir auch nie träumen lassen!

Es war genug Zeit, um sich ein wenig mit der Crew im Cockpit zu unterhalten. Oben habe ich hauptsächlich gefilmt, inkl. Cockpit, Aufenthaltsraum, Galley usw. und deswegen kaum Bilder gemacht.
Wieder unten angelangt, hat mich einer der Techniker durch eine Tür in den hinteren Teil der Maschine mitgenommen, da wo der Frachtraum und auch das Flugzeug endet.

Und da noch so viel Zeit war und alles abgefilmt war, hat man noch nach interessanten Perspektiven gesucht.



Zum Schluss gab es noch mehrere Gruppenbilder. Hier mit der gesamten Crew. Ein Bild mit uns Spottern gab es auch noch, aber das bekomme ich erst in den nächsten Tagen.

Die Filme dazu kommen irgendwann in den nächsten Tagen. Ich hoffe, dass ich bis zum Wochenende ein bisschen was fertig bekomme. Generell muss man sagen, dass ich begeistert von der Crew war. Sie haben geduldig alles mitgemacht, sei es Fragen, Selfies oder sonst noch was. Sie sind mächtig stolz auf ihre Mrija. Mein ganz besonderer Dank gilt aber auch Antonov Airlines und dem PR Manager. Das war eine wirklich gelungene und einmalige Gelegenheit, die ich sicher nie vergessen werde! Es war alles top organisiert und wir haben sogar Präsenttüten mitbekommen. Unter anderem ist dort eine von der Crew eigenhändig unterschriebene Karte drin; Chapeau!



